Sri Lanka - BERLIN. Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami leben in Sri Lanka noch immer rund 250 000 Menschen in vorläufigen Behausungen. Das geht aus einem Bericht über die Verwendung und Auswirkung der internationalen Hilfe in Sri Lanka hervor, den die Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit „medico international“ und „Brot für die Welt“ erarbeitet hat. Reinhardt Bolz von der Fact Finding Commission (FFM) stellte den Bericht Ende Dezember vor.

Bolz war bis 2002 Direktor des Büros der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Sri Lanka und hat mit der FFM vor Ort die Wiederaufbauhilfe analysiert. Es gebe Verzögerungen im Fahrplan der Hilfsorganisationen, fand Bolz heraus. Zwar habe man in den „allernotwendigsten Bereichen“ wie Gesundheit, Ernährung und Unterkunft Fortschritte erzielen und die Lage entschärfen können. Doch der eigentliche Wiederaufbau laufe nur schleppend an.

„Der Grund für die Verzögerung ist nicht fehlendes Geld“, sagte Bolz. Bisher seien rund 1,5 bis 1,6 Milliarden Dollar nach Sri Lanka geflossen. Vielmehr werde der Aufbau durch die mangelnde Koordination der fast 1 000 in Sri Lanka tätigen Hilfsorganisationen behindert. Dadurch sei es zum Teil schwierig, qualifizierte Mitarbeiter für einzelne Hilfsprojekte zu bekommen.

Insbesondere lokale Nichtregierungsorganisationen (NGO) seien davon betroffen, da diese häufig nicht mit den Löhnen internationaler Organisationen mithalten könnten. Aber auch unklare politische Vorgaben, die hinsichtlich des Wiederaufbaus von der Regierung Sri Lankas gemacht werden, erschwerten den NGOs den Wiederaufbau des Landes. //TB

Quelle  aerzteblatt.de, der 21.12.2005
 
Auch ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami sind die Menschen in Sri Lanka nicht vergessen. David Appukutti ist Christ. Er ist ein reformierter Pfarrer der kleinen tamilisch-singhalesischen Gemeinde Heavenly Entrance Church of God (HECG) (HECG) in Reinach. Er ist tamilischer Abstammung und setzt sich seit mehreren Jahren mit seiner singhalesischen Frau für Menschen aus Sri Lanka und in Sri Lanka ein. Dabei ist es ihnen ein Anliegen, dass kein Unterschied zwischen Christen, Hindus, Muslimen und Buddhisten, resp. zwischen Tamilen und Singhalesen gemacht wird. Der Tsunami hat Appukuttis tief getroffen, weil nicht nur ihre Heimat betroffen ist, sondern viel von der vorher geleisteten Arbeit kaputt gegangen ist.

Angesichts des Schadens, den der Tsunami angerichtet hat, kam viel Geld aus dem Ausland nach Sri Lanka. Leider verteilt die Regierung das Geld einseitig.

Besonders die armen Gebiete, wo viele Tamilen wohnen, werden leicht vergessen.

David Appukutti hat ein kleines Hilfswerk aufgebaut, das direkt Hilfe leistet in einzelnen armen Regionen.



Als Christ freut sich David Appukutti über Weihnachten, weil Jesus geboren ist und die gute Nachricht von Frieden gebracht hat.

Allerdings kann er sich nur bedingt freuen, wenn er sieht, wie Menschen das Nötigste fehlt. So benötigen die Menschen in Sri Lanka nicht nur Häuser - manche sind unterdessen wieder aufgebaut, aber lange nicht alle! - sondern auch Wasserversorgung, Medikamente, Nahrung, Schulmaterial und vieles anderes mehr.

Viele junge Leute haben psychische Probleme, weil sie keine Arbeit haben und keine Zukunft sehen.



David Appukutti ruft dazu auf, für die Menschen in Sri Lanka zu beten und auch praktisch zu helfen.

«Jesus ist auch für die Menschen in Sri Lanka geboren!», sagt David Appukutti und zitiert die Bibelstelle aus dem Johannes-Evangelium (3, 16):

«Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.»



Wer sich in irgend einer Form beteiligen möchte, soll sich mit David Appukutti in Verbindung setzen:

Telefon 061 711 52 56 oder 061 711 47 33.

Email: hecc.mission@bluewin.ch

Quelle  Inforel.ch, der 22.12.2005
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